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Getestet: Brütal Legend

07. Dezember 2009 von admin

Getestet vom tape.tv Laien:

Brütal Legend also! Das Spiel von dem nicht nur die Gamergemeinde, sondern auch die ganze Musikbranche schon seit Monaten redet. Ist fast wie DSDS: Kommt man einfach nicht dran vorbei. Ist selbstredend aber viel besser, was allein schon an der Musik liegt. Als Hauptcharakter spielt man hier den Roadie Eddie Riggs alias Jack Black. Das ist schon mal eine gute Wahl, denn wer sonst sollte diese Rolle übernehmen? Niemand! Als absoluter Spiellegastheniker, so wie ich einer bin, lässt sich hier der Einstieg schnell finden. Man rennt so rum, findet Verbündete und kämpft gegen Freaks. Fast ein wenig wie im wahren Leben. Nach der ersten Phase, in der man durch merkwürdige Umstände in eine Parallelwelt voller Musik gebeamt wird, wird es spannend. Alle Klischees der harten Musik werden hier voll ausgelebt. Totenschädel, Gebeine aller Art, Alkoholkonsum und das weibliche Geschlecht sind zahlreich vertreten. Als Wegbegleiter stehen einem ein Gewisser Lars Halford (Warum der Typ Lars Halford heißt, erschließt sich mir aber nicht) und die Dame Lita (Ist das ne Anspielung auf Rita Haney?).  Als Musikliebhaber dieses Genres könnte es aber schwer werden überhaupt zu spielen, denn die Auswahl an Songs lädt eher zu einer Party ein. Anthrax, Judas Priest und Motörhead; es sind alle dabei. Ein wenig Konzentration und der Controller findet sich aber wieder ein. Zwischendurch nochmal ein Meet & Greet mit Lemmy, Rob Halford und Ozzy. Wobei Ozzy genauso verpeilt rüberkommt wie in natura. Weiterhin stehen einen diverse Tools zur Verfügung. Gitarre, Axt, ein sehr merkwürdiges Gefährt und allerhand Roadies. Geile ist schon, dass das Headbangen hier echt nicht zu kurz kommt. Selbst die Figuren tun es. Ganz interessant ist es die Version mal mit deutscher Synchro zu spielen. DAS passt nämlich überhaupt nicht, aber hat nen ziemlich witzigen Effekt. Das Spiel ist im Ganzen aber schon ziemlich gut gelungen und sollte man mal keine Lust auf spielen haben, dann kann das kleine Runde Ding auch sehr gut als Party CD verwendet werden. In diesem Sinne: Cheers Metalheads!

Getestet vom Gaming-Profi:

Eddie Riggs ist Roadie. Der beste Roadie der Welt. Er baut aus Papier Origami-Bühnen. Zerschredderte Gitarren klebt er wieder zusammen. Und jetzt rettet er eine ganze Dimension. Als bei einem Gig seiner Schützlinge so ziemlich alles schief geht, wird Eddie (genial: Jack Black) vom Bühnenmonster erschlagen. Sein Blut benetzt seine Gürtelschnalle und beschwört einen Dämon mitten in die Giglandschaft.

Dieser beamt Eddie kurzerhand in eine Welt, in der die Menschheit von Ormagöden unterdrückt wird, mit dessen Schergen Eddie gleich zu Beginn Bekanntschaft macht – und blutig' Hackfleisch produziert.

Der Spieler ist von Anfang an mitten in der Story, die die Herzen Metal-affiner Zocker reichlich härter schlagen lässt. Die Spielwelt ist der Wirklichkeit gewordene Traum eines jeden Cover-Fans: Es scheint, als habe EA die besten Plattencover aller Zeiten dreidimensionalisiert und begehbar gemacht. Schädel- und Knochenhaufen, Minen, Feuer und Vulkane begleiten unseren Helden durch sein Abenteuer. Untermalt wird der Electronic-Arts-Titel von Songs, bei denen die Guitar-Hero-Macher feuchte Träume bekommen: Judas Priest, Black Sabbath, Motörhead, Accept, Anthrax und Manowar sind ein paar der 75 bekannten Metal-Bands, die Songs zum fetten 108-Track-Soundtrack beitragen. Kein Wunder, sind doch Ozzy, Lemmy und Rob Halford leibhaftig in Form ihrer Cartoon-Avatare an Bord. Auf der guten wie auch auf der bösen Seite. Und gerade letzter stellt sich nun unser Roadie mutig entgegen. Bewaffnet mit einer Axt und seiner Gitarre metzelt er nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Und auf seiner Klampfe spielt er die Akkorde Of Death, mit denen er sich mal eben ein Höllengefährt herbeirufen kann, um längere Strecken zurückzulegen. Zur Seite stehen ihm Lars Halford und die fesche Lita, mit der er … nein, spoilern wollen wir an dieser Stelle nicht.

Gespart hat EA an der Spiellänge, nach etwa acht Stunden ist man mit der Hauptmission durch. Dafür hat Spielerdenker Tim Schafer tief in die Ideenkiste gegriffen. Der Mann, der Titel wie "Monkey Island" und "Day Of The Tentacle" erdacht hat, gibt dem Headbanging eine ganz neue Bedeutung. Und auch mit Jack Black in der Hauptrolle des Eddie Riggs ist dem Team ein wahrer Glücksgriff gelungen. Wichtig ist: Spielt das Game im englischen Originalton; die deutsche Synchronisation ist für ein Videospiel extrem gut, aber ganz ehrlich: Wer will Ozzy und Lemmy auf deutsch hören?

Fazit: Heavy-Metal-Fans mit einem Faible fürs Schnetzeln sollten sich das beste Metal-Game aller Zeiten nicht entgehen lassen.

Screenshots:

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