Teasende Frauen in Unterwäsche gehören mittlerweile ja zum guten ton in musikvideos. stripper, strapsen, strafraumüberschreitung. Aber ist das spiel mit tabubrüchen tatsächlich noch so relevant für einen guten videoclip? nachdem madonna und britney bei den MTV-Awards 2003 speichel austauschten, war der schockmoment und die provokation bereits vorbei. Ein Hingucker ist das neue video von rihanna trotzdem. in "te amo" kommt die rnb queen dem französischen supermodel laetitia casta näher als nur nah und beide liefern zusammen softerotische liebesszenen zu eindringlichem downbeat ab.
anthony mandler, in dessen videos der song selten vor der zweiten minute beginnt, drehte den clip zu "te amo" im Château de Vigny in Frankreich und musste sich beim dreh sicher das ein oder andere mal den schweiß von der stirn tropfen. das feuer im kamin des großen saals im schloss ist nicht das einzig heiße, aber wir wissen mittlerweile, dass provokation für einen guten videoclip nicht notwendig ist, sondern lediglich den pfeffer liefert. wirklich überraschend wäre rihanna vielleicht als charlie chaplin, aber mal ehrlich: wer will das sehen?
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