
on tape | kraftklub – hausband point of view
wie auch schon nach der letzten on tape live-sendung haben wir auch diesmal zwei erlebnisberichte aus unterschiedlichen perspektiven beschafft, die wir euch hier zum besten geben wollen. der erste kommt von romy und lisa (16), die extra mit dem zug aus hamburg angereist waren und spektakulärerweise die rückfahrt dazu nutzten, romys vater den folgenden text per telefon zu diktieren (heißen dank hierfür!), der zweite bericht stammt diesmal von alex (33), dem kapitän unserer on tape hausband, der unfairerweise den ersten text vorher lesen durfte.
ich bin gerne in berlin / und da ist heute keine ausnahme
auf deutsch singen. nehmen wir in kauf.
dann auch noch rammstein. nehmen wir in kauf.
6 stunden proben. nehmen wir in kauf.
stundenlang hilflos im backstage trinken. nehmen wir in kauf.
eine nacht ohne schlaf. nehmen wir in kauf.
nach zahlreichen schweissausbrüchen und magenkrämpfen – das ist das lampenfieber, das ist schon okay, ich habe mal gelesen, dass selbst rod steward nach 200 jahren bühnenpresenz noch immer solche beschwerden plagen – habe ich mir mal den soundcheck von karftklub angehört und dachte: verdammt, die jungs drücken übel ab, da wird heute zum ersten mal die gastband lauter als die hausband. pech gehabt!
ob dieser neuerung hätte ich mir eigentlich vermehrt mut antrinken müssen, hatte aber keine zeit, denn als eine weitere premiere des abends hatte ich die ehrenvolle aufgabe, live aus dem studio zu twittern. neben dem genuss von freibier, dass ja allen gästen von on tape zur verfügung steht, hatte ich also als einziger das privileg mein handy anlassen zu dürfen. gut, dass niemand angerufen hat.
ein weiteres großartiges privileg der hausband ist es, nicht in der menge vor der bühne stehen zu müssen, denn dort war es nicht nur wie immer sehr warm. die buben von kraftklub sorgten außerdem dafür, dass es von sekunde 1 an einiges an mittänzer-ellbogen in die rippen gab und jede menge bierduschen.
nicht allein aufgrund dieser tatsachen muss man (mal wieder) sagen: das war mit abstand die beste sendung, die wir je hatten, weil einfach die beste band da war. für diese jungen karl-marx-städter habe ich nicht nur erstmals deutsch gesungen – und dann auch noch rammstein – sondern mich auch brav mit dem restlichen publikum hingesetzt, als felix darum bat. und ich habe es gern getan.
mitunter auch weil kraftklub gesungen haben: „wir sind deine neue lieblingsband, die lieblingsband deiner lieblingsband“, was ja daneben, dass sie meine neue lieblingsband sind, auch beinhaltet, dass ich eure leiblingsband bin. klasse!
ich kann mich den worten meiner vorrednerinnen nur heftig anschließen: es war ein wundervoller und feuchtfröhlicher abend gewesen. vielen lieben dank an tape.tv und natürlich an kraftklub.
ps: felix, du musst dich nicht dafür entschuldigen, dass du so einen alten sack wie mich mitten in der nacht noch zum in die disco scheissen mitnehmen wolltest. passiert halt, wenn man nervös ist.
grüße von innen drinne
alex
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